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Warum ist eigentlich eine Privathaftpflichtversicherung so wichtig?

Im Bereich der zulassungspflichtigen Kraftfahrzeuge hat der Gesetzgeber die Situation erkannt und die Versicherungspflicht eingeführt. Im Privatbereich hat er dies unserer Meinung nach versäumt. Sie fragen sich wieso auch hier eine Reglementierung bzw. Versicherungspflicht notwendig ist.

Wir wollen diese Frage, auch wenn man dies eigentlich nicht tun sollte, mit einer Gegenfrage beantworten! Können wir als Fußgänger oder Radfahrer nicht ebenso in einen Verkehrsunfall verwickelt werden, wie ein Fahrer eines Kraftfahrzeuges und zwar nicht nur als Opfer, sondern auch als Verursacher?

Ein einfaches unachtsames Überqueren der Straße, kann verhängnisvolle Folgen haben.

Nun reichen solchen Schäden von einem kleinen Sachschaden, bleiben wir bei unserem Verkehrsbeispiel, bis hin zu Personenschäden, deren Höhe manchmal nicht absehbar sind. Hier greifen oft Regressansprüche, an die vorher keiner denkt, von Krankenversicherungs-gesellschaften, Rentenversicherungsträgern und letztlich auch Ansprüche des Verletzten selbst.

Diese Schäden haben alle eines gemein, sie sind nicht absehbar und können nicht vorhergesehen werden. Anders als zum Beispiel ein Hausratschaden, dessen Umfang von dem Wert meines Hausrates abhängig ist.

Ein Haftpflichtschaden kann für somit für den Verursacher den Ruin bedeuten.

Gerade aus dem vorgenannten Grund ist es erschreckend, dass weniger als fünfzig Prozent der Deutschen Haushalte über einen solchen Versicherungsschutz verfügen.

Der Gesetzgeber geht jedoch mit den Schadenverursachern relativ „gnadenlos“ um und hat dafür im BGB eine entsprechende Regelung definiert.

Dort heißt es im § 823 BGB (1)

Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper,
die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht
eines anderen wiederrechtlich verletzt, ist dem anderen zum
Schadenersatz verpflichtet.

Damit ist eigentlich alles gesagt.

Wenn da nicht die Besonderheit wäre, dass viele eigentlich über einen solchen Versicherungsschutz nicht verfügen.

Aus dem vorgenannten Grund haben einige Versicherer sich Gedanken darüber gemacht, wie man die eigenen Versicherungsnehmer, also hoffentlich Sie auch, davor schützen kann, dass man Opfer eines Schadenfalles wird und man dann erfährt, dass der Verursacher nicht versichert ist.

Im Rahmen der sogenannten Forderungsausfalldeckung werden diese Schäden, unter Berücksichtigung diverser Selbstbeteiligungen, mitversichert.

Dies bedeutet, dass der mir entstandene Schaden, unter Berücksichtigung der Selbstbeteiligung, ersetzt wird.

Natürlich gibt es aber auch Grenzen innerhalb der Privathaftpflichtversicherung. So kann ich natürlich nicht einen Schaden gegen meinen Ehemann oder meine Ehefrau, dass gleiche gilt auch innerhalb von eheähnlichen Lebensgemeinschaften, geltend machen. Die sogenannte Familieklausel schließt solche Schadenersatzansprüche aus. Das gleiche gilt wenn man noch mit den Eltern in häuslicher Gemeinschaft lebt, es sei denn, dass man nachweislich eine
eigene, abgeschlossene Wohnung verfügt. Damit ist nicht die abschließbare Tür des Zimmers gemeint.


Je nach Versicherungsumfang können in einer Privathaftpflicht nachfolgend Schäden abgedeckt sein: